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Dienstag, 24. März 2020

Corona-Pandemie - Krisenmanagement und ehrenamtliches Engagement

Seit etwa zwei Wochen sind alle Verwaltungsebenen vom Bund, über die Länder mit allen Behörden und Ministerien bis hin zu den Kommunen mit den Gemeindeverwaltungen mit dem Krisenmanagement zur Corona-Pandemie befasst. Eine in bisher über 75 Jahren seit Bestehen der Bundesrepublik Deutsch-land noch nie gekannte Welle von Maßnahmen, Verordnungen und damit einhergehenden Einschränkungen für die Bevölkerung mussten von Entscheidungsträgern veranlasst werden. Jeder Einzelne von uns ist dadurch stark betroffen. Sei es in der persönlichen Bewegungsfreiheit, bei der Kinderbetreuung oder auch am Arbeitsplatz.

Die Gemeindeverwaltung hat mit ihrem Krisenmanagement unter Einbezie-hung aller Beteiligten wie Schulverwaltung, Kindergarteneinrichtungen, Gemeindefeuerwehr, Kirchengemeinden, Ortschaftsverwaltungen und Gremien alle notwendigen Vorkehrungen getroffen und die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassenen Verordnungen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Schließung sämtlicher Einrichtungen der Gemeinde von den Rat-häusern bis hin zu den Spielplätzen oder auch die Aufteilung der Gemeinde-verwaltung in verschiedene Schichten, um jederzeit handlungsfähig zu bleiben.

Darunter war auch als wichtige Maßnahme die Einrichtung einer Koordinationsgruppe, die je nach Lage um verschiedene Bereiche und Funktionsträger erweitert werden kann. Alle Beteiligten vom Amtsleiter in der Gemeindeverwaltung über den Feuerwehrkommandant, die Schulrektorin, die Kindergartenleitungen usw. bis hin zu den Gremiumsmitgliedern sind darüber informiert und somit in das Geschehen mit einbezogen. So ist gewährleistet, dass wir je-derzeit unsere Bürgerschaft schützen und versorgen können.

Ein weiteres großartiges Standbein im Krisenmanagement unserer Gemeinde ist das hervorragende ehrenamtliche Engagement, welches viele Mitbürgerin-nen und Mitbürger an den Tag legen und anbieten. So wurde z. B. die auf der Homepage und in diesem Amtsblatt beschriebene Initiative „Wir helfen einander !“ ins Leben gerufen. Hier stehen Ansprechpartner aus allen Ortsteilen und viele Helferinnen und Helfer gerade für die Personengruppen ehrenamtlich zur Verfügung, die es besonders zu schützen gilt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

Weiterhin werden in den letzten Tagen laufend weitere Gruppen und Helfer-kreise gebildet, die sich für ihre Mitmenschen einbringen wollen. Bei einem weiterhin dynamischen Verlauf der Corona-Pandemie kann dies ein wirklich wertvoller Beitrag zur Stärkung unseres Gemeinwesens und zur gegenseitigen Hilfe unter der Bürgerschaft sein. Dabei werden teilweise auch Funktionsträger wie Feuerwehrkommandant, Ortsvorsteher oder auch Bürgermeister unaufgefordert in verschiedenste WhatsApp-Gruppen oder andere Kommunikationswege eingeladen. Dazu muss man wissen, dass solche Informationswege datenschutzrechtlich höchst bedenklich sind und für die Gemeindeverwaltung und Gemeindeeinrichtungen sowie allen offiziellen Funktionsträger kein Arbeitsmittel darstellen können. Dies insbesondere dann, wenn evtl. sensible Informationen weitergegeben werden müssen, z. B. ist oft nicht klar, mit wem man kommuniziert, weil nur anonyme Telefonnummern erkennbar sind. Darüber hinaus ist es nicht hilfreich, wenn zur Bewältigung bestimmter Lagen verschiedenste Gruppen und Helferkreise existieren und dann evtl. nicht alle in gleicher Weise informiert und einbezogen werden können.

Deshalb hier die herzliche Bitte an alle ehrenamtlich Engagierten und hilfsbereiten Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich bei unserem ehrenamtlichen Projekt für alle fünf Ortsteile „Wir helfen einander !“ einzubringen und die dort be-schriebenen Kommunikationswege über die angegebenen Telefon-Nummern oder die Gemeinde-Email: Info@dietingen.de zu nutzen. Dies würde die ehrenamtliche Einsatzkraft bündeln und gerade in Lagen und Notfällen, von denen wir alle hoffen, dass sie nicht eintreten, stärken. Denn auch hier gilt: gemeinsam sind wir stark!

Das am stärksten betroffene Land weltweit ist derzeit wohl Italien. Dort verabschieden sich die Menschen derzeit nach Kontakten und Telefonaten mit dem Satz „Andrá tutto bene !“ Das bedeutet in etwa „Alles wird gut !“
Wir wissen alle nicht, was in den kommenden Tagen und Wochen noch alles vor uns liegt. Aber nehmen wir doch ein Stück weit die trotz allem in der italienischen Bevölkerung bestehende Zuversicht mit auf unseren Weg.

Ihre Gemeindeverwaltung