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Dienstag, 04. Dezember 2018

Gründungsakt für Zweckverband Hochwasserschutz Schlichem

Am 03.12.2018 fanden sich in der Pfarrscheuer in Ratshausen zehn an Schlichem und Schwarzenbach gelegene Kommunen zum Gründungsakt für den Zweckverband Hochwasserschutz Schlichem zusammen. Der Gründungsakt wurde von Vertretern des Regierungspräsidiums Tübingen und der Landratsämter in Balingen und Rottweil begleitet.

Das neue Verbandsgebiet umfasst die Markungen der Gemeinden Hausen a. T., Ratshausen, Weilen u.d.R., Schömberg, Dotternhausen, Dormettingen, Dautmergen, Zimmern u.d.B., Dietingen und Epfendorf.

Der neue Zweckverband Hochwasserschutz Schlichem ist Ergebnis einer Entwicklung seit 2014. Damals bildete sich die Arbeitsgruppe der beteiligten Gemeinden unter Moderation des Regierungspräsidiums Tübingen und der beiden Landratsämter in Balingen und Rottweil. Unter dem Dach des Gemeindeverwaltungsverbandes Oberes Schlichemtal wurden zunächst eine Flussgebietsvoruntersuchung und eine darauf aufbauende Flussgebietsuntersuchung durch die Arbeitsgruppe beauftragt. Die Ausführung erfolgte durch das erfahrene Ingenieurbüro Heberle aus Rottenburg.

Die Ergebnisse der aufwändigen Untersuchungen wurden in insgesamt drei großen Informationsveranstaltungen für eine breite Bürgerbeteiligung dargestellt und erläutert. So hat sich herausgestellt, dass die vom Büro Heberle herausgearbeiteten möglichen Hochwasserschutzmaßnahmen durch ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis förderfähig sein können und für die Umsetzung eine Verbandsgründung zweckmäßig wäre.

In diesem Jahr konnte ein Satzungsentwurf für einen künftigen Zweckverband Hochwasserschutz Schlichem erarbeitet und in allen Gemeinderäten der Mitgliedsgemeinden beraten werden. Die dort gefassten Beschlüsse waren Grundlage für den Gründungsakt letzte Woche.

Bürgermeister Frank Scholz war seit 2017 die Federführung in der Arbeitsgruppe übertragen worden und hatte zur Gründungsversammlung eingeladen. Er gab einen Ausblick darüber, wie der Verband seine Arbeit im kommenden Jahr aufnehmen kann. So stehen in Verbandsversammlungen Entscheidungen zu Personalien und ersten Planungsschritten für die Anlagen zum Hochwasserschutz an. Priorität genießen dabei Verbandsanlagen, die überregional wirken wie die Rückhaltebecken bei Ratshausen und Zimmern u.d.B..

Der erste Landesbeamte und stellvertretende Landrat aus dem Zollernalbkreis Matthias Frankenberg hob für die Vertreter der Behörden die Bedeutung des Hochwasserschutzes für die Bevölkerung im neuen Verbandsgebiet hervor. Er dankte allen Beteiligten Kommunen und Behördenvertreter für die konstruktive Zusammenarbeit die nun zur Gründung des neuen Zweckverbandes geführt hat.

(Bild 1) Gruppenbild der Gründungsteilnehmer.

(Bild 2) Die Bürgermeisterriege bei der Unterzeichnung der Satzung (v. l. n. r.): Hans-Joachim Lippus (Dautmergen), Anton Müller (Dormettingen), Gerhard Reiner (Weilen u. d. R.), Karl-Josef Sprenger (Schömberg), Frank Scholz (Dietingen), Heiko Lebherz (Hausen a. T. und Ratshausen), Mark Prielipp (Epfendorf), Monique Adrian (Dotternhausen) und Elmar Koch (Zimmern u. d. B.).