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Dienstag, 06. März 2018

Bauprojekt Reithalle bei Maria Hochheim und Erhalt des denkmalgeschützten Mesnerhauses

Das Gebäudeensemble der Wallfahrtskapelle bei Maria Hochheim mit dem ebenfalls denkmalgeschützten Mesnerhaus ist ein kulturhistorisches Kleinod, dessen Erhalt der Gemeindeverwaltung, den Gremien und der Bürgerschaft unserer Gemeinde am Herzen liegt.

In den letzten Jahren wandten sich Kaufinteressenten immer wieder an die Eigentümer-Erbengemeinschaft um das Mesnerhaus für verschiedene Zwecke zu erwerben. Zu einem Kauf kam es allerdings nicht. Auch der jetzige Interessent für das Bauprojekt Reithalle bei Maria Hochheim hatte bereits vor einigen Jahren angefragt. Aufgrund der damaligen Anforderungen aus dem Ortschaftsrat Irslingen, die insbesondere die Zahl der gehaltenen Pferde und das Maß der baulichen Nutzung der hinter dem Mesnerhaus gelegenen landwirtschaftlichen Fläche betrafen, zog sich damals der Interessent zurück.

Durch den persönlichen Kontakt unseres ehemaligen Gemeindepfarrers Hans Schlenker hat sich der Interessent erneut mit dem Bauprojekt einer Reithalle bei Maria Hochheim befasst. Damals wie heute ist für ein solches Vorhaben im nicht überplanten Außenbereich eine bauleitplanerische Tätigkeit der Gemeinde notwendig. Das Interesse der Gemeinde an einer solchen bauleitplanerischen Tätigkeit kann in diesem Fall ausschließlich darauf ausgerichtet sein, dass das denkmalgeschützte Mesnerhaus als Kulturdenkmal erhalten bleibt und einer im Ensemble mit der Wallfahrtskapelle angemessenen Nutzung zugeführt wird.

Unter freundlicher und dankenswerter Beratung durch die Behörden beim Landratsamt Rottweil haben der Bauinteressent, die Gemeindeverwaltung und die Behörden inzwischen die Eckpunkte für eine solche bauleitplanerische Tätigkeit der Gemeinde festgelegt. Dazu gehört ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, der Art und Umfang der baulichen Nutzung definiert, ein Durchführungsvertrag, der die Interessen von Bauherr und Gemeinde regelt und eine Vereinbarung über die Kostentragung für das notwendige Verfahren. Hinzu kommt die Aufnahme eines solchen Sondernutzungsgebietes in den übergeordneten Flächennutzungsplan, ohne die ein Bebauungsplanverfahren nicht erfolgreich durchgeführt werden kann. Bei der Bearbeitung des Flächennutzungsplanes sind die Mitgliedskommunen der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Rottweil unsere Partner. Der Verwaltungsgemeinschaft wurde die gewünschte Änderung des Flächennutzungsplanes bereits mitgeteilt. Sie kann aber erst tätig werden, wenn die nötigen Unterlagen dafür zur Verfügung stehen.

In einem nächsten Schritt ist eine Besprechung von Bauinteressent und Gemeindeverwaltung mit der einvernehmlich eingeschalteten Rechtsberatung im März terminiert, um insbesondere den vorhabenbezogenen Bebauungsplan und den Durchführungsvertrag zu thematisieren.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung war unter dem angesetzten Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil geplant, über die Kostentragung für die bevorstehende bauleitplanerische Tätigkeit zu beraten. Das war leider nicht möglich, weil noch nicht alle Kostenbestandteile zur Beratung vorlagen. Stattdessen erfolgte durch die Gemeindeverwaltung ein Sachstandsbericht im Gremium der hier wiedergegeben wird. Ziel der Gemeindeverwaltung ist es, im Gemeinderat baldmöglichst einen mit den Behörden abgestimmten Aufstellungsbeschluss zu fassen.