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Donnerstag, 20. April 2017

Schwarzwildgehege Dietingen in artgerechter Tierhaltung und liebevoller Betreuung

Bei der ausführlichen Begehung des Schwarzwildgeheges vor der letzten Ortschaftsrats­sitzung in Dietingen konnte am Ende Bürgermeister Frank Scholz vor zahlreichen Be­suchern, Vertretern des Tierschutzvereins Rottweil und Umgebung und den Gremiums­mitgliedern die vielen gesammelten Eindrücke und Informationen in der Feststellung zu­sammenfassen, dass das Schwarzwildgehege in Dietingen einen artgerechten Lebensraum bietet und die Tiere sehr gut und auch liebevoll betreut werden. 

Hintergrund für die Begehung war die abweichende Wahrnehmung einzelner Bürger und Ort­schaftsräte zum Schwarzwildgehege als eine gut geführte und beliebte Einrichtung unse­rer Gemeinde. Außerdem hatte in den zurückliegenden zwei Jahren ein einzelner Gemeinde- und Ortschaftsrat aus Dietingen immer wieder auch kritisch den finanziellen Aufwand und den Zustand des Schwarzwildgeheges in den Gremien angesprochen, worauf auf Vorschlag von Bürgermeister Scholz der Ortschaftsrat im letzten Jahr zu dem Thema eine Beratung durchführte und einstimmig festhielt, dass das Schwarzwildgehege in der derzeitigen Form erhalten werden soll. 

Zu den aktuellen Vorwürfen von einzelnen Personen wegen der schlechten Fütterung, der nicht artgerechten Haltung, kranker Tiere im Gehege oder auch, dass Frischlinge die Be­dingungen nicht überleben, wurde mit Fachleuten Kontakt aufgenommen. Sämtliche Vor­würfe konnten bereits vor der Ortschaftsratssitzung vom 20. März 2017 ausgeräumt wer­den. Ortsvorsteherin Baur erhielt diese Informationen bereits am 14. März 2017, über die auch durch einen Bericht des Tierschutzvereines Rottweil und Umgebung im Amtsblatt und in der Tagespresse berichtet wurde. 

Dennoch wurden unzutreffende Behauptungen über die Lebensbedingungen der Schwarz­wildrotte aufrechterhalten, was auch Eingang in die Berichterstattung der Tagespresse fand. Bürgermeister Frank Scholz regte daraufhin den gemeinsamen Ortsbegang am Schwarz­wildgehege an, um zu einer gemeinsamen Wahrnehmung zu kommen und die gute Arbeit im und am Schwarzwildgehege aufzuzeigen, die von den zahlreichen Besuchern auch sehr ge­schätzt wird. 

Betreuer Stefan Seimel überzeugte die zahlreichen Anwesenden bei der knapp 2-stündigen Führung von seiner Arbeit bei Fütterung, Unterhaltung des Schwarzwildgeheges und der Nachzucht von Jungtieren, bei der auch Wert darauf gelegt wird, durch den Einsatz von neu in der Rotte platzierten Wildschweinen neue Blutlinien aufzubauen und Inzucht zu ver­meiden.

Wichtig ist das gegenseitige Vertrauensverhältnis zwischen Schwarzwild und Betreuer. Schließlich führt der Gehegewart die Entwurmung durch, verabreicht bei Bedarf in Absprache mit dem zuständi­gen Veterinär medizinische Präparate und sorgt sich im Beisein der Tiere um deren Wohl­ergehen und um die Gehegepflege. Beeindruckend war dabei für die Besucher, als Gehe­gewart Seimel  den Keiler aufforderte, sich hinzulegen und anschließend demonstrierte, wie – Gehegewart und Wildschwein liegend – die Gabe von Vitaminpräparaten gehandhabt wird. Die Besucher konnten beim Rundgang um das Wildgehege beobachten, wie sich zwei Bachen um fünf Frischlinge kümmerten. Damit war eindrücklich zu sehen, dass das Sozial­verhalten innerhalb einer Wildschweinrotte sehr ausgeprägt ist. In freier Natur könnte sich dies durchaus anders darstellen, wenn unterschiedliche Wildschweinrotten aufeinan­der­treffen und fremde Tiere für Frischlinge zur Bedrohung werden  können, wie Gehegewart Seimel bestätigte. Auch zur Gestaltung des Wildgeheges gab es viele Informationen. So werden im unteren Bereich des Geheges in kleineren Einzäunungen Weidenstöcklinge auf­gezogen, um die Aufforstung zu unterstützen.

Der stark vertretene Tierschutzverein Rottweil und Umgebung konnte aufzeigen, dass seine Beurteilung des Schwarzwildgeheges im Hinblick auf artgerechte Tierhaltung von fundiertem Fachwissen und großer Sorgfalt begründet ist. 

Während der Führung um das Wildgehege wurde von Bürgermeister Scholz auch darauf hingewiesen, dass das ehrenamtliche Engagement von Georg Schneider und Klemens Schmid bei der Einrichtung und Unterhaltung des Waldlehrpfades wesentlich zur Auf­wertung des Schwarzwildgeheges und der Qualität der Einrichtung für die Naherholung beiträgt.

Bürgermeister Scholz drückte bei der Begehung nochmals sein Bedauern aus, dass das Schwarzwildgehege mit seiner artgerechten Tierhaltung und als beliebte Einrichtung für die Naherholung für die Bürgerschaft und das Umland unnötig in Frage gestellt wurde. Bei der abschließenden positiven Zusammenfassung des Bürgermeisters am Ende der Begehung freuten sich die Teilnehmer über die vielen positiven Eindrücke und Informationen mit Applaus.

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