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Dienstag, 06. Dezember 2016

Online-abrufbare Pegelmessdaten sorgen für zuverlässigere Hochwasserprognosen

An der Schlichembrücke der Gemeinde Dautmergen wurde eine elektronische Messstelle eingerichtet, die Daten über die Wasserhöhe liefert und an verschiedene zentrale Stellen übermittelt. Damit können in Zukunft bessere Prognosen über den zu erwartenden Wasseranstieg in der Schlichem in den Ortsteilen Rotenzimmern und Böhringen abgegeben werden. Die Fließzeit von etwa 20 Minuten entspricht der Vorlaufzeit, um eine Alarmierung in Gang zu setzen und wichtige Maßnahmen zu ergreifen.  

Im Rahmen der Abstimmungsgespräche zwischen den Schlichemanliegergemeinden war es der Dietinger Delegation ein besonderes Anliegen, nicht allein auf bauliche Verbesserungen beim Hochwasserschutz zu setzen, sondern auch mit kurzfristigeren Maßnahmen die Gefahrenlage besser zu beherrschen.  

So konnte in Abstimmung mit den zuständigen Stellen beim Regierungspräsidium Tübingen eine Verbesserung im Alarmierungssystem erreicht werden. Mit den Messdaten des Pegels in Dautmergen kann nun eine Alarmierungskette in Gang gesetzt werden, welche die Feuerwehr aber auch betroffene Anwohner umgehend informiert, wenn Hochwassergefahren drohen.  

Die Führungskräfte der Feuerwehr können dabei auch selbst auf Daten zugreifen und Informationen einholen, welche bei Starkregenereignissen und drohenden Überschwemmungen ein schnelles Handeln erfordern. Aber auch die Betreiber der Schlichemtalsperre können mit dieser zusätzlichen Messstelle weitere Rückschlüsse ziehen, wenn es darum geht, Überkapazitäten in den Unterlauf der Schlichem einzuleiten. Der Zusammenschluss der Schlichemanliegergemeinden, der in die Gründung eines Zweckverbands münden soll, konnte damit eine wichtige Maßnahme auf den Weg bringen.